Bis 1981 waren in der Schweiz zehntausende Kinder und Erwachsene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen oder Fremdplatzierungen betroffen. In vielen Fällen haben sie darunter schwer gelitten.
Die Eidgenossenschaft bemüht sich seit Längerem intensiv um Anerkennung und Wiedergutmachung des Unrechts, das den Opfern zugefügt wurde.
Zur Vermittlung dieser Anstrengungen hat das Bundesamt für Justiz mit uns eine Web-Plattform lanciert. Wir haben diese in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern, hochkarätigen Erfahrungs- und Fachexpert*innen und der Auftraggeberin umgesetzt.
Angesichts der umfangreichen Quellen im Internet ist das Motto der Plattform: «multiplizieren statt duplizieren»: sie dient als Referenz- und Einstiegspunkt für diverse Zielgruppen, von Schüler:innen bis zu Betroffenen.
Herzstück sind die aufwändigen Longform-Grundlagenartikel, die von Einstieg bis zu Vertiefung reichen. Sie leben auch von der präzisen Bildredaktion und den kongenialen Illustrationen von Sabine Rufener. Ein weiteres Highlight ist der Film «Spurensuche», den die Regisseurin Valeria Stucki für das Projekt gedreht hat.
Für Recherchen und Engagement stehen die Datenbank, Online-Karten und die nationale Agenda bereit.
Als nationales Kommunikationsmittel ist hohe Zugänglichkeit Pflicht, von WCAG 2.1 AA+ über Gebärdensprache (mit SWISSTXT) und Leichte Sprache (mit dem KLS).
